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Mumps bei Erwachsenen
MMR oder Merieux?
p1 Frank (Gast)
Hallo,
ich habe vor kurzem meine Antikörper bezüglich Mumps und Masern testen lassen und dabei kam jeweils ein negatives Ergebnis heraus. Ich bin im Alter von 12 (nur) einmal gegen Mumps und Masern geimpft worden, hatte als Kind allerdings Röteln.
Was soll ich jetzt Eurer Meinung nach machen??
Das Risiko auf mich nehmen und MMR impfen lassen? Mit allen potentiellen Gefahren eines mehrfach lebend Impfstoffes? Oder das Risiko einer Mumpserkrankung auf mich nehmen und mich nur gegen Masern impfen lassen. (Reagieren Erwachsenen anders auf die die Impfstoffe als Kinder??) Ich bin übrigens 37 und habe durchaus noch einen Kinderwunsch. Wir haben unsere Kinder (2 und 3 Jahre alt) auch nur gegen Masern und Röteln einzeln impfen lassen, weil wir das Risiko einer Mumpserkrankung im Vergleich zu den Mehrfachimpfstoffen als tragbar empfanden.
Aber wie gefährlich ist Mumps bei Erwachsenen??
Gibt es in Dt.-Land überhaupt noch Todesfälle, Krankenhauseinweisungen etc. oder ist Mumps hier so gut wie ausgestorben??
Ich arbeite übrigens nicht mit Kinder oder Jugendlichen und habe außer in den KITA-Gruppen meiner Kids kaum Kontakt zu Minderjährigen (bezüglich Ansteckung...)
Vielen Dank und Grüße
Frank
ich habe vor kurzem meine Antikörper bezüglich Mumps und Masern testen lassen und dabei kam jeweils ein negatives Ergebnis heraus. Ich bin im Alter von 12 (nur) einmal gegen Mumps und Masern geimpft worden, hatte als Kind allerdings Röteln.
Was soll ich jetzt Eurer Meinung nach machen??
Das Risiko auf mich nehmen und MMR impfen lassen? Mit allen potentiellen Gefahren eines mehrfach lebend Impfstoffes? Oder das Risiko einer Mumpserkrankung auf mich nehmen und mich nur gegen Masern impfen lassen. (Reagieren Erwachsenen anders auf die die Impfstoffe als Kinder??) Ich bin übrigens 37 und habe durchaus noch einen Kinderwunsch. Wir haben unsere Kinder (2 und 3 Jahre alt) auch nur gegen Masern und Röteln einzeln impfen lassen, weil wir das Risiko einer Mumpserkrankung im Vergleich zu den Mehrfachimpfstoffen als tragbar empfanden.
Aber wie gefährlich ist Mumps bei Erwachsenen??
Gibt es in Dt.-Land überhaupt noch Todesfälle, Krankenhauseinweisungen etc. oder ist Mumps hier so gut wie ausgestorben??
Ich arbeite übrigens nicht mit Kinder oder Jugendlichen und habe außer in den KITA-Gruppen meiner Kids kaum Kontakt zu Minderjährigen (bezüglich Ansteckung...)
Vielen Dank und Grüße
Frank
10.04.2010 01:34
p2 Catherina
Hi Frank,
mir erscheint MMR als die einzige vernünftige Möglichkeit und zwar sowohl für Dich als auch für Deine Kinder. Der Mehrfachimpfstoff hat kein größeres "Gefahrenpotential" als die Einzelimpfstoffe.
LG
Catherina
mir erscheint MMR als die einzige vernünftige Möglichkeit und zwar sowohl für Dich als auch für Deine Kinder. Der Mehrfachimpfstoff hat kein größeres "Gefahrenpotential" als die Einzelimpfstoffe.
LG
Catherina
10.04.2010 09:17
p3 Michael
Hallo Frank,
aktuell zu Deiner Frage:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/40686/Mumps_Warnung_vor_Orchitis.htm
Der Vater einer Studienkollegin hatte auch eine Hodenentzündung als Folge einer Mumpsinfektion durchgemacht. Glücklicherweise nach der Familienplanung. War trozdem eher unangenem. Sowas kommt also schon vor und Impfen ist sicher nicht verkehrt.
Alles Gute!
Michael
aktuell zu Deiner Frage:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/40686/Mumps_Warnung_vor_Orchitis.htm
Der Vater einer Studienkollegin hatte auch eine Hodenentzündung als Folge einer Mumpsinfektion durchgemacht. Glücklicherweise nach der Familienplanung. War trozdem eher unangenem. Sowas kommt also schon vor und Impfen ist sicher nicht verkehrt.
Alles Gute!
Michael
10.04.2010 11:29
p4 Frank (Gast)
Danke für Eure Antworten!
Was mich irritiert sind die wirklich vielen Verdachtsfälle von Impfkomplikationen bei Verwendung von MMR-Impfstoffen auf den Seiten des PEI´s (siehe: http://www.pei.de/cln_092/DE/infos/fachkreise/pharmakovigilanz/db/db-1/db-1-node.html?__nnn=true)
Wenn man bedenkt, dass die Dunkelziffer vermutlich erheblich höher sein wird, weckt das schon einen gewisse Skepsis, ohne jetzt zum generellen Impfgegner zu mutieren. Aber es ist schon verwunderlich, dass Impfschäden nur wenige Wochen nach einer Impfung als solche anerkannt werden.
LG
Frank
Was mich irritiert sind die wirklich vielen Verdachtsfälle von Impfkomplikationen bei Verwendung von MMR-Impfstoffen auf den Seiten des PEI´s (siehe: http://www.pei.de/cln_092/DE/infos/fachkreise/pharmakovigilanz/db/db-1/db-1-node.html?__nnn=true)
Wenn man bedenkt, dass die Dunkelziffer vermutlich erheblich höher sein wird, weckt das schon einen gewisse Skepsis, ohne jetzt zum generellen Impfgegner zu mutieren. Aber es ist schon verwunderlich, dass Impfschäden nur wenige Wochen nach einer Impfung als solche anerkannt werden.
LG
Frank
11.04.2010 01:36
p5 wolfgang
Die Datenbank des Paul-Ehrlich Institutes sammelt unerwünschte Ereignisse nach Impfung- zunächst unabhängig von der Ursächlichkeit.
Da sind auch Fehlanwendungen dabei, sowie eine Menge zeitgleicher Ereignisse die nur zufällig koinzident sind.
Die Mumps Komponente hatte in der Vergangenheit bei etlichen Herstellern ein Problem.
a) der Rubini Stamm in Triviraten/Biviraten von Berna. Der war zu sehr abgeschwächt und gab keinen Schutz. War in DE und Ö nie zugelassen.
b) der Urabe Stamm- der war zu wenig attenuiert und hat in der Häufigkeit von 1:9.000 aseptische Meningitis verursacht (Mumps Wildtyp 1.400.
c) der Jeryl Lynn Stamm- dieser zeigt eine gute Wirksamkeit, wenn er überhaupt eine aseptische Meningitis macht dann in weniger als 1 pro 250.000 Impfungen.
Die jetzt in DE und Ö zugelassenen MMR-Impfstoffe beruhen alle auf dem Jeryl-Lynn Stamm
Also am besten MMR Impfung. MMR-VaxPro oder Priorix.
MMR-Vax Pro macht offenbar häufiger als Priorix einen Sofortschmerz unmittelbar nach Injektion- ist wahrscheinlich auf den niedrigeren pH Wert zurückzuführen.
Da sind auch Fehlanwendungen dabei, sowie eine Menge zeitgleicher Ereignisse die nur zufällig koinzident sind.
Die Mumps Komponente hatte in der Vergangenheit bei etlichen Herstellern ein Problem.
a) der Rubini Stamm in Triviraten/Biviraten von Berna. Der war zu sehr abgeschwächt und gab keinen Schutz. War in DE und Ö nie zugelassen.
b) der Urabe Stamm- der war zu wenig attenuiert und hat in der Häufigkeit von 1:9.000 aseptische Meningitis verursacht (Mumps Wildtyp 1.400.
c) der Jeryl Lynn Stamm- dieser zeigt eine gute Wirksamkeit, wenn er überhaupt eine aseptische Meningitis macht dann in weniger als 1 pro 250.000 Impfungen.
Die jetzt in DE und Ö zugelassenen MMR-Impfstoffe beruhen alle auf dem Jeryl-Lynn Stamm
Also am besten MMR Impfung. MMR-VaxPro oder Priorix.
MMR-Vax Pro macht offenbar häufiger als Priorix einen Sofortschmerz unmittelbar nach Injektion- ist wahrscheinlich auf den niedrigeren pH Wert zurückzuführen.
12.04.2010 09:17 | geändert: 12.04.2010 09:18
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