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Pneumokokkenimpfung als Therapie?
p1 nairolfxii
Hallo,
habe seit ca. 5 Monaten eine Art verschleppte Bronchitis. Morgendliches Abhusten/würgen von ca. 1 Esslöffel gelbem Sputum. Unter im Labor ausgetesteten Antibiotika (Doxycyclin, Tavanic, Avalox, Cefuroxim), gehen die Symptome zurück, verschwinden aber nicht ganz, obwohl hoch dosiert und lange eingenommen (bis zu 21 Tage). Kurz nach absetzen kommen die Symptome voll wieder. Es wurde sreptococcus pneumoniae nachgewiesen. Habe kein Fieber, jedoch starke Müdigkeit und eingeschränktes Allgemeinbefinden. Wäre es vielleicht möglich, bei einem latent vorhandenen Pneumokokkeninfekt, durch eine Impfung das Immunsystem so anzuregen, dass die Erreger "demaskiert", und aus eigener Kraft beseitigt werden? Kann eine Impfung bei vorhandenem Befall mit dem zu impfenden Keim schaden?
habe seit ca. 5 Monaten eine Art verschleppte Bronchitis. Morgendliches Abhusten/würgen von ca. 1 Esslöffel gelbem Sputum. Unter im Labor ausgetesteten Antibiotika (Doxycyclin, Tavanic, Avalox, Cefuroxim), gehen die Symptome zurück, verschwinden aber nicht ganz, obwohl hoch dosiert und lange eingenommen (bis zu 21 Tage). Kurz nach absetzen kommen die Symptome voll wieder. Es wurde sreptococcus pneumoniae nachgewiesen. Habe kein Fieber, jedoch starke Müdigkeit und eingeschränktes Allgemeinbefinden. Wäre es vielleicht möglich, bei einem latent vorhandenen Pneumokokkeninfekt, durch eine Impfung das Immunsystem so anzuregen, dass die Erreger "demaskiert", und aus eigener Kraft beseitigt werden? Kann eine Impfung bei vorhandenem Befall mit dem zu impfenden Keim schaden?
19.07.2010 11:59 | geändert: 19.07.2010 12:11
p2 wolfgang
also ein Keimnachweis von S pneumoniae in der Lunge ist nicht notwendigerweise ein pathologischer Befung. S.pneumoniae ist ein normaler Keim in der Lunge, der diese eben besiedelt und normalerweise keine Probleme macht.
Zum Problem wird es nur, wenn der Keim invasiv wird, d.h. an ansonsten sterilen Stellen nachweisbar ist.
Ein weiteres Problem ist die korrekte Diagnose einer Pneumokokken Pneumonie- gibt es da ein Röntgen?
Menschen die normal mit Pneumokokken besiedelt sind machen nach einigen Wochen bis Monaten Antikörper gegen den Pneumokokkenstamm und dieser Pneumokokkenstamm verschwindet dann in Folge von der Lungenschleimhaut.
Und das geht auch mit der Impfung. Prevenar 13 ist derzeit nur für Kinder zugelassen- die klinischen Studien bei Erwachsenen laufen- ich würde in diesem Fall ausserhalb der Zulassung trotzdem die Impfung empfehlen (1x reicht)- damit werden dann ca 80% der Pneumokokkenstämme abgedeckt.
Zum Problem wird es nur, wenn der Keim invasiv wird, d.h. an ansonsten sterilen Stellen nachweisbar ist.
Ein weiteres Problem ist die korrekte Diagnose einer Pneumokokken Pneumonie- gibt es da ein Röntgen?
Menschen die normal mit Pneumokokken besiedelt sind machen nach einigen Wochen bis Monaten Antikörper gegen den Pneumokokkenstamm und dieser Pneumokokkenstamm verschwindet dann in Folge von der Lungenschleimhaut.
Und das geht auch mit der Impfung. Prevenar 13 ist derzeit nur für Kinder zugelassen- die klinischen Studien bei Erwachsenen laufen- ich würde in diesem Fall ausserhalb der Zulassung trotzdem die Impfung empfehlen (1x reicht)- damit werden dann ca 80% der Pneumokokkenstämme abgedeckt.
19.07.2010 12:17
p3 nairolfxii
Vielen Dank für die Antwort. Zur Zeit der Probenentnahme, waren die Beschwerden Sinubronchial, und der Abstrich entstammte den Nebenhöhlen und dem Rachen. Nach Aussage des HNO-Arztes, sind es in der Lunge wahrscheinlich die gleichen Keime, da die Symptome aus der Lunge "hochgewandert" waren. Dies wäre aber nochmal über eine Sputumuntersuchung abzuklären. Im HNO-Bereich ergab es jedenfalls "massiv streptokokkus pneumoniae". Werde meinen Pneumologen und meine Hausärztin auf die Impfung ansprechen. Wenn sie Prevenar 13 ablehnen, werde ich die reguläre Erwachsenenimpfung durchführen. Ein Röntgenbild, sowie eine Blutuntersuchung und ein Lungenfunktionstest, werden Ende des Monates durchgeführt.
19.07.2010 16:23 | geändert: 19.07.2010 16:26
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