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SSPE

p1 Kritiker (Gast)

Nach US-amerikanischen Zahlen hat sich das Risiko der SSPE nach Einführung der Masernimpfung etwa verzehnfacht, vermutlich auf Grund von relativ mehr Masernerkrankungen in der ganz frühen Kindheit.
(William J. Bellini,1 Jennifer S. Rota,1 Luis E. Lowe,1 Russell S. Katz,1 Paul R. Dyken,3 Sherif R. Zaki,2 Wun-Ju Shieh,2 and Paul A. RotaSubacute Sclerosing Panencephalitis: More Cases of This Fatal Disease Are Prevented by Measles Immunization than Was Previously Recognized, The Journal of Infectious Diseases 2005;192:1686-1693)

18.10.2009 00:30


p2 wolfgang

@Kritiker

nein das ist falsch. Nur wurden in der Vergangenheit mehr Fälle von SSPE diagnostiziert als in den 60ern. Und daher ist auch die Häufigkeit gestiegen, nur ist die Häufigkeit unverändert geblieben betrachtet man die früher undiagnostizierten Fälle.

SSPE gibt es in den USA nur mehr bei adoptierten Kindern die im Herkunftsland Masern hatten.

Die Masernimpfung verursacht kein SSPE, da sie vor Masern schützt, schützt sie auch vor SSPE.

19.10.2009 11:29


p3 Kritiker (Gast)

@Wolfgang

wenn bereits in den 60er Jahren die Diagnose von SSPE möglich war. Warum blieben dann viele Fälle undiagnostiziert, bzw. was war die Differenzialdiagnose.
Wenn ein Mensch an einer so schwerern Krankheit erkrankt und verstirbt und das über einen langen Zeitraum, wird der Tod wohl nicht als Unerklährlich bezeichnet, zumal es ja die Möglichkeit der Diagnose schon gab.
Deine Aussage scheint mir sehr hypothetisch und ist eine Vermutung, die Du mir erstmal beweisen müßtest.

Gruß

20.10.2009 00:08


p4 wolfgang

Wenn in der Vergangenheit in anerkannten Lehrbüchern SSPE mit einer Häufigkeit von 1-5 pro Million Masernkranker angegeben wurde, aber nur in Ö ausgehend von der 1994-6 Epidemie mit 30.000 Fällen mittlerweile 18 SSPE Fälle diagnostiziert wurden, wird doch unmittelbar klar, dass die überwiegende Zahl von SSPE Fällen früher nicht diagnostiziert worden sind.

Und das SSPE Register in USA ist praktisch sanft entschlummert, weil keine Fälle mehr.

20.10.2009 10:23


p5 Kritiker (Gast)

Wie wird eigentlich der Zusammenhang zwischen Masern und SSPE hergestellt? Gibt es Nachweise von Masernviren im ZNS bzw. Liquor, oder gibt es nur eine statistische Korrelation?

Gruß

20.10.2009 13:48


p6 Catherina

Kritiker:

Der Infektionsweg des Virus, und viele der für SSPE verantwortlichen Mutationen in den verschiedenen Virusproteinen, sind schon gut geklärt.

Diagnostisch findet man vor allem Masern-Antikörper im Liquor und zwar enorm hohe Titer und das Virus kann man direkt aus dem Hirngewebe isolieren und typisieren und auch die Mutationen bestimmen. So weiss man zB auch, dass immer Wildviren aus Gehirnen der SSPE Opfer isoliert werden und noch NIE Impfviren (Rima und Duprex empfehlen sich da als Lektüre).
Das müsstest Du nach der Lektüre des von Dir selber verlinkten Papers aber eigentlich wissen, denn da haben die Autoren uA den Virusstamm aus den Gehirnen der SSPE Opfer bestimmt und damit nachgewiesen, dass die Fälle tatsächlich mit dem 1989-91 in den USA zirkulierenden Virus übereinstimmen. Solche Methoden hatte man in den 60er Jahren zB garnicht und die Meldemoral (Paul Dyken hat ja schon lange ein Register geführt) war ausgesprochen schlecht.

20.10.2009 16:23


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