Das Forum von Impfinformationen.de - Impfinformationen.at > Impfforum
Tetanus-Impfung allgemein [2]
p11 Michael
Hallo Jonas,
In die Wunde gelangen in der Regel die Dauerformen der Tetanuserreger, die sogenannten "Sporen". Wenn die Wunde gut blutet, besteht natürlich eine gewisse Chance dass diese Sporen wieder herausgewaschen werden. Sicher kann man aber nicht sein. Damit diese Sporen aktiv werden, bedarf es einer Sauerstoffarmen Umgebung. Andere Bakterien die Sauerstoff verbrauchen oder auch wenn im Wundbereich Gewebe abstirbt können eine solche Umgebung begünstigen. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass die Blutung die Wunde ausreichend säubert.
Naja, es erkranken auch viele jüngere Menschen. Hier mal ein paar beispielhafte Zahlen aus den USA:

http://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/ss5203a1.htm#fig3
Die Inzidenz nimmt allerdings wie Du sagtest mit dem Alter zu. Ist natürlich auch die Folge, dass bei älteren Menschen auch zusätzliche Erkrankungen eine Rolle spielen dürfte. Zudem sind viele ältere Menschen nicht mehr ausreichend geschützt.
Ne, da hast Du einfach Glück gehabt. Tetanus ist insgesamt sehr selten, zumal die Sporendichte in der Umwelt sicher deutlich abgenommen hat, seitdem nicht mehr Pferdekutschen durch die Strassen fahren und man sich durch den gesellschaftlichen Wandel nicht mehr so oft verletzt.
Tetanus ist auf der anderen Seite eine Erkrankung, die ich meinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde. Das Gift führt dazu dass hemmende Nervensignale auf die Muskulatur nicht einwirken können. Bei jeder Stimmulation spannen die Muskeln maximal an und das bei vollkommen ungetrübtem Bewußtsein. Das ganze geht wenn man es überlebt (was mit den Mitteln der modernen Medizin heute in der Regel möglich ist) über viele Tage bis Wochen.
Ich kann darauf verzichten, zumal die Impfung gut verträglich und recht wirksam ist.
Ich wünsche dann weiterhin viel Glück
LG
Michael
Zitat von Jonas G
Bezüglich der Hemmung der Tetanusbakterien durch Sauerstoff nochmal: Wenn also eine Wunde in die Tetanusbakterien gelangen blutet und der nähere Bereich auch gut durchblutet ist, dann sind die Bakterien nicht in der Lage Gift zu bilden oder sich zu vermehren.
In die Wunde gelangen in der Regel die Dauerformen der Tetanuserreger, die sogenannten "Sporen". Wenn die Wunde gut blutet, besteht natürlich eine gewisse Chance dass diese Sporen wieder herausgewaschen werden. Sicher kann man aber nicht sein. Damit diese Sporen aktiv werden, bedarf es einer Sauerstoffarmen Umgebung. Andere Bakterien die Sauerstoff verbrauchen oder auch wenn im Wundbereich Gewebe abstirbt können eine solche Umgebung begünstigen. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass die Blutung die Wunde ausreichend säubert.
Das würde sich auch mit einigen Statistiken decken, in denen hervorgeht, dass bei uns fast ausschließlich ältere Menschen (= schlechtere Durchblutung) an Tetanus leiden.
Naja, es erkranken auch viele jüngere Menschen. Hier mal ein paar beispielhafte Zahlen aus den USA:

http://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/ss5203a1.htm#fig3
Die Inzidenz nimmt allerdings wie Du sagtest mit dem Alter zu. Ist natürlich auch die Folge, dass bei älteren Menschen auch zusätzliche Erkrankungen eine Rolle spielen dürfte. Zudem sind viele ältere Menschen nicht mehr ausreichend geschützt.
Und es würde auserdem erklären, warum ich immer noch kein Tetanus habe.
Ne, da hast Du einfach Glück gehabt. Tetanus ist insgesamt sehr selten, zumal die Sporendichte in der Umwelt sicher deutlich abgenommen hat, seitdem nicht mehr Pferdekutschen durch die Strassen fahren und man sich durch den gesellschaftlichen Wandel nicht mehr so oft verletzt.
Tetanus ist auf der anderen Seite eine Erkrankung, die ich meinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde. Das Gift führt dazu dass hemmende Nervensignale auf die Muskulatur nicht einwirken können. Bei jeder Stimmulation spannen die Muskeln maximal an und das bei vollkommen ungetrübtem Bewußtsein. Das ganze geht wenn man es überlebt (was mit den Mitteln der modernen Medizin heute in der Regel möglich ist) über viele Tage bis Wochen.
Ich kann darauf verzichten, zumal die Impfung gut verträglich und recht wirksam ist.
Ich wünsche dann weiterhin viel Glück

LG
Michael
08.12.2009 01:03 | geändert: 08.12.2009 01:31
p12 wolfgang
Vielleicht ist das etwas mißverständlich mit dem Ausdruck "das Tetanus Toxin ist zu klein".
Das Molekulargewicht ist 150.000 d. Das ist als Antigen also bei weitem groß geng, um beim Menschen im Falle einer Infektion die Bildung von Antikörpern zu bewirken. Nur brauchs dazu eine gewisse Konzentration an Toxin. Und diese Menge kann im Infektionsfall nicht erreicht werden, da man vorher bereits an den Giftwirkungen stirbt.Die LD50 (das ist die Menge die 50% der Personen in 24 h tötet ) ist <2,5 ng/kg Körpergewicht. Bei 70 kg sind also bereits 175 ng für die Hälfte der Personen tödlich, ein Teil des Giftes ist dabei im Nervengewebe und für das Immunsystem nicht zugänglich, es ist also einfach zu wenig Protein da, um das Immunsystem zu aktivieren.
Daher gibt es nach eine Infektion auch keine Immunität.
Entgiftet man das Toxin erhält man das Toxoid- dieses kann man in größeren Mengen als Impfstoff geben, da es ja ungiftig geworden ist, mit einem Wirkverstärker (Adjuvans) macht das Immunsystem dann antitoxische Antikörper, die das Toxin im Falle einer Infektion zuverlässig neutralisieren.
Das Molekulargewicht ist 150.000 d. Das ist als Antigen also bei weitem groß geng, um beim Menschen im Falle einer Infektion die Bildung von Antikörpern zu bewirken. Nur brauchs dazu eine gewisse Konzentration an Toxin. Und diese Menge kann im Infektionsfall nicht erreicht werden, da man vorher bereits an den Giftwirkungen stirbt.Die LD50 (das ist die Menge die 50% der Personen in 24 h tötet ) ist <2,5 ng/kg Körpergewicht. Bei 70 kg sind also bereits 175 ng für die Hälfte der Personen tödlich, ein Teil des Giftes ist dabei im Nervengewebe und für das Immunsystem nicht zugänglich, es ist also einfach zu wenig Protein da, um das Immunsystem zu aktivieren.
Daher gibt es nach eine Infektion auch keine Immunität.
Entgiftet man das Toxin erhält man das Toxoid- dieses kann man in größeren Mengen als Impfstoff geben, da es ja ungiftig geworden ist, mit einem Wirkverstärker (Adjuvans) macht das Immunsystem dann antitoxische Antikörper, die das Toxin im Falle einer Infektion zuverlässig neutralisieren.
08.12.2009 13:39 | geändert: 08.12.2009 13:46
p13 kristin (Gast)
Ah, danke Michael, danke Wolfgang,
aber meine Katze ist ja eine Wohnungskatze und da brauchen wir uns wohl nicht so große Sorgen zu machen.
aber meine Katze ist ja eine Wohnungskatze und da brauchen wir uns wohl nicht so große Sorgen zu machen.
09.12.2009 15:00
| Thema | Autor | Forum | Beiträge | Letzter Beitrag |
|---|---|---|---|---|
| HPV-Impfung - Nebenwirkungen? | Maitai | Impfforum | 48 | 29.08.2010 17:55 |
| frage Tollwut Impfung und Schutz | Keule | Impfforum | 59 | 04.08.2010 11:34 |
| Martin Hirte | Frank | Impfforum | 11 | 03.08.2010 12:45 |
| Impfproblem bei DS-Kind | ImpfenJa | Impfforum | 7 | 19.07.2010 11:43 |
| Impfung Eltern/ chronisch krankes Kind | Jule W. | Impfforum | 7 | 28.04.2010 10:51 |
