
In der Vergangenheit hatte es eine harte Debatte darüber gegeben, ob der Anstieg an diagnostizierten Autismusfällen und die Verwendung thiomersalhaltiger Impfstoffe innerhalb der letzen 20 Jahren, in einem ursächlichen Zusammenhang stehen. Obwohl durch viele Studien ein solcher Zusammenhang nicht gefunden wurde, sind viele Eltern verunsichert worden und die Impfraten zurückgegangen. In der Folge kam es leider wieder zu Ausbrüchen von an sich durch Impfen vermeidbaren Krankheiten.
Thiomersal wurde mittlerweile trotzdem aus vielen Impfstoffen als Konservierungsmittel entfernt. Es ist heutzutage möglich Kinder gemäß Impfplan zu Impfen, ohne auf Impfstoffe mit Thiomersal als Konservierungsmittel zurückgreifen zu müssen.
Die neueste Studie untersuchte nun 230 Kinder mit Erkrankungen aus dem autistischen Spektrum und ihre Mütter. Es wurde die Exposition gegenüber einem thiomersalhaltigen Rhesus-Immunglobulin untersucht, eine passive Immunisierung, die Müttern verabreicht wird, um bei unterschiedlichen Rhesusfaktoren von Mutter und Kind Komplikationen zu verhindern. Als Vergleichsgruppe diente die restliche Bevölkerung. Es konnte kein Hinweis gefunden werden, dass autistische Kinder häufiger oder mehr gegenüber Thiomersal exponiert gewesen sind als nichtautistische Kinder.
Diese Studie gibt einmal mehr den Hinweis, dass Autismus nicht durch Thiomersal ausgelöst wird. Es bleibt zu hoffen, dass viele Eltern wieder den allgemein empfohlenen Impfplänen folgen und damit das Risiko für schwere bis tödliche Komplikationen bei Infektionskrankheiten verringern.
Quelle: American Journal of Medical Genetics, May 16th online issue, 2007.